Komşu e.V. Konzeption
 
UNSERE KITA STELLT SICH VOR
 
BESCHREIBUNG DER EINRICHTUNG
ZUR GESCHICHTE VON KOMSU
     
    VORAUSSETZUNGEN UND
PÄDAGOGISCHE ZIELSETZUNG
   
  WELCHE RECHTE HAT DAS KIND
  IN UNSERER EINRICHTUNG ?
  WORIN SEHEN WIR UNSERE ROLLE
  ALS PÄDAGOGEN/INNEN?
  STELLENWERT DER PÄDAGOGISCHEN ARBEIT
     
    PÄDAGOGISCHE SCHWERPUNKTE
   
  INTERKULTURELLE ERZIEHUNG
  ZWEISPRACHIGE ERZIEHUNG
  DIE BEDEUTUNG DES SPIELS
     
    BILDUNGSBEREICHE
   
  KÖRPER UND BEWEGUNG
  MATHEMATISCHE GRUNDERFAHRUNGEN
     
    KONZEPTION DER GRUPPEN
   
  KLEINKINDGRUPPE
  ALTERSSTUFE 4-6 Jahre
     
    ZUSAMMENARBEIT MIT ELTERN
   
  WIE GESTALTEN WIR DIE
  ZUSAMMENARBEIT MIT DEN ELTERN
  WELCHE MÖGLICHKEITEN DER
  EINFLUßNAHME HABEN DIE ELTERN?
     
    DIE ZUSAMMENARBEIT IM TEAM
   
  AUFGABEN DER LEITUNG/ GESCHÄFTSFÜHRUNG
  FORMEN DER ZUSAMMENARBEIT IM TEAM
  ZUSAMMENARBEIT MIT DEN PRAKTIKANT/INN/EN
     
    ANHANG
   
  STATISTIK
  ZUR ENTSTEHUNG DER KONZEPTION
     
  Die Konzeption als PDF | 2,53 MB  
VORAUSSETZUNGEN UND PÄDAGOGISCHE ZIELSETZUNG
 
Welche Rechte hat das Kind in unserer Einrichtung ?

Es hat grundsätzlich das Recht, so akzeptiert zu werden, wie es ist
  • das Recht, auf aktive, positive Zuwendung und Wärme
  • das Recht, in Ruhe gelassen zu werden, sich zurückzuziehen
  • das Recht sich gegen Erwachsene oder andere Kinder abzugrenzen, aber man soll es nicht ausgegrenzt lassen, sondern auch Hilfe geben, wenn es sie braucht
  • das Recht, zu schlafen, wenn müde ist, aber nicht schlafen zu müssen
  • das Recht, auf einen individuellen Entwicklungsprozeß und sein eigenes Tempo dabei
  • das Recht auf Hilfe und Schutz
  • das Recht auf Auseinandersetzung mit Erwachsenen und Kindern
  • das Recht darauf, aktiv soziale Kontakte zu gestalten und dabei unterstützt zu werden
  • das Recht auf zuverlässige Absprachen und Beziehungen zu Erwachsenen
  • das Recht zu lernen mit Gefahren umzugehen, soweit es nicht sich und andere dabei in Gefahr bringt
  • das Recht auf eine gesunde Ernährung
  • das Recht auf Bildung

Das Kind hat das Recht seine Bedürfnisse zu befriedigen und sich selbst zu verwirklichen, aber nur in dem Maße, als die Rechte von anderen Personen nicht eingeschränkt werden.
 
Worin sehen wir unsere Rolle als Pädagogen/innen
Beziehungsarbeit, d.h. der Aufbau einer stabilen Beziehung zu den Kindern ist die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Wir bringen unsere eigene Persönlichkeit mit unsere Stärken und Schwächen in diese Arbeit mit ein. Wir wollen unsere eigenen Fähigkeiten, Charakterzüge und Eigenheiten für die Arbeit nutzen, auf der anderen Seite ist es nötig bei alltäglichen Routinearbeiten und bürokratischen Anforderungen, die aber für die Arbeit notwendig sind, die Disziplin aufzubringen, und gemeinsam aufgestellte Pläne einzuhalten.

Individuelle unterschiedliche Charakterzüge, persönliche Stärken und Schwächen können sich ergänzen, aber auch zu persönlichen Konflikten führen. Auseinandersetzung und Reflexion sind hier notwendig. Die individuellen Unterschiede werden bei der Arbeitseinteilung berücksichtigt.
Wir wollen als Bezugspersonen den Kindern Nähe und Geborgenheit geben, aber auch Grenzen setzen.
Wir geben den Kindern soviel Bestätigung wie möglich und soviel Kritik wie nötig. Wir sind Modell für die Kinder, mit unseren positiven und negativen Seiten. In diesem Sinne achten wir darauf, daß wir Regeln, die in der Gruppe gelten, selbst einhalten. Das Vorleben unserer Verhaltens- und Umgangsweisen als Menschen unterschiedlicher Herkunft und Geschlecht hat Modellcharakter für Kinder.
 
Welchen Stellenwert hat für uns pädagogische Arbeit in der Kita ?

Die Kindertagesstääte iste eine frühkindliche Bildungseinrichtung.Wir sehen die pädagogische Arbeit in der Kita als Kooperation mit Eltern und Kindern bei Bildung und Erziehung. Kita-Erziehung soll die Beziehungen zu den Eltern bzw. die Erziehung der Eltern nicht ersetzen. Soziales Verhalten und Lernen in der Gruppe sind von besonderer Bedeutung, zusätzliche Identifikationsmöglichkeiten durch Pädagogen/innen sowie Anregungen bzw. das Erfahren von Förderung in allen Bildungsbereichen.

Die Kinder lernen sich mit unterschiedlichen Charakteren in der Kita auseinanderzusetzen und sammeln Erfahrungenim Umgang mit Menschen, die einen anderen kulturellen Hintergrund haben. Die pädagogische Arbeit in der Kita ermöglicht die Voraussetzungen zum vielfältigen Lernen, um die Kompetenzen der Kinder zu stärken und zu fördern.
Wir wollen unseren Kindern in der Kita einen Raum bieten, in dem sie sich wohl fühlen, ihre eigenen Ecken und Nischen haben, sich einbringen und mitgestalten können; wo sie geschützt sind, Rückzugsmöglichkeiten haben und ihre eigenen Spiele untereinander entwickeln können. In der Kita haben die Kinder neben der Familie einen eigenständigen Bereich, in dem sie lernen können, selbständig zu handeln, (Gruppen)-regeln zu achten sowie soziales Verhalten einzuüben, aber auch sich in der Gruppe zu behaupten und durchzusetzen.

Gesamtgesellschaftlich gesehen, halten wir zwei Aspekte der pädagogische Arbeit in der Kita für besonders wichtig:

Die Interkulturelle Erziehung in der Kita soll die Kinder auf eine Gesellschaft vorbereiten, in der verschiedene Kulturen zusammenleben. Sie können lernen, daß es Menschen mit unterschiedlichen Normen, Sprachen und Verhaltensweisen gibt;

Die einfachste und gleichzeitig beste Art für Kinder, aber auch Erwachsene, interkulturell zu lernen ist unserer Ansicht nach mit Menschen anderer Kulturen zu leben, zu erleben, daß sie unterschiedliche Sprachen und Wertevorstellungen haben. In diesem Zusammenleben kann sich entwickeln:

dass Kulturen und die Menschen, als grundsätzlich gleichwertig und gleichberechtigt anzusehen sind,

dass Kulturen und Menschen voneinander lernen und sich in diesem Lernen auch gegenseitig bereichern können.

Der interkulturellen Kita-Erziehung müsste aus unserer Sicht ein erheblich höherer Stellenwert beigemessen werden, um in einer Gesellschaft der Fremdenfeindlichkeit und Rassismus vorzubeugen.
Die Kita als Lebensort wird immer notwendiger, weil sie eine Voraussetzung dafür darstellt, daß Kinder und Beruf vereinbar werden, alleinstehende Mütter und Väter nur durch sie die Möglichkeit haben, ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen, um nicht von Transferleistungen abhängig zu sein und auch Einzelkinder den sozialen Kontakt und die Möglichkeit des sozialen Lernens in der Kitagruppe finden.

 
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