Komşu e.V. Konzeption
 
UNSERE KITA STELLT SICH VOR
 
BESCHREIBUNG DER EINRICHTUNG
ZUR GESCHICHTE VON KOMSU
     
    VORAUSSETZUNGEN UND
PÄDAGOGISCHE ZIELSETZUNG
   
  WELCHE RECHTE HAT DAS KIND
  IN UNSERER EINRICHTUNG ?
  WORIN SEHEN WIR UNSERE ROLLE
  ALS PÄDAGOGEN/INNEN?
  STELLENWERT DER PÄDAGOGISCHEN ARBEIT
     
    PÄDAGOGISCHE SCHWERPUNKTE
   
  INTERKULTURELLE ERZIEHUNG
  ZWEISPRACHIGE ERZIEHUNG
  DIE BEDEUTUNG DES SPIELS
     
    BILDUNGSBEREICHE
   
  KÖRPER UND BEWEGUNG
  MATHEMATISCHE GRUNDERFAHRUNGEN
     
    KONZEPTION DER GRUPPEN
   
  KLEINKINDGRUPPE
  ALTERSSTUFE 4-6 Jahre
     
    ZUSAMMENARBEIT MIT ELTERN
   
  WIE GESTALTEN WIR DIE
  ZUSAMMENARBEIT MIT DEN ELTERN
  WELCHE MÖGLICHKEITEN DER
  EINFLUßNAHME HABEN DIE ELTERN?
     
    DIE ZUSAMMENARBEIT IM TEAM
   
  AUFGABEN DER LEITUNG/ GESCHÄFTSFÜHRUNG
  FORMEN DER ZUSAMMENARBEIT IM TEAM
  ZUSAMMENARBEIT MIT DEN PRAKTIKANT/INN/EN
     
    ANHANG
   
  STATISTIK
  ZUR ENTSTEHUNG DER KONZEPTION
     
  Die Konzeption als PDF | 2,53 MB  
Konzeption der Gruppen
 
Kleinkindgruppen
 

In unseren fünf Kleinkindgruppen werden jeweils 12-13 Kinder im Alter von 1 bis 4 Jahren betreut.

Die Eingewöhnung der neuen Kinder

Der Eintritt in die Kita ist ein neuer Lebensabschnitt mit eigenständiger Bedeutung für die Entwicklung des Kindes. Die Eltern sind für eine feste Zeit des Tages nicht unmittelbar verfügbar. Für viele Eltern und Kinder bedeutet der Eintritt in die Kita die erste längere Trennung voneinander. Das Kind muss Vertrauen zu einer neuen Bezugsperson aufbauen, die gleichzeitig für viele andere Kinder da ist und muss sich an einen neuen Tagesablauf anpassen.

Wichtig ist, dass die Eingewöhnung prinzipiell nur von einer Erzieherin vorgenommen wird, welche sich in der Anfangsphase vorrangig mit dem Kind beschäftigt. Falls möglich, nehmen wir uns für jedes Kind zwei Wochen Zeit. Oft stehen diesem Modell die beruflichen Notwendigkeiten der Eltern entgegen, so dass sich zuweilen der Abstand der Eingewöhnungen auf eine Woche verringert. In einem ersten Schritt informieren wir die Eltern durch ein persönliches Gespräch, dass ihre Beteiligung am Eingewöhnungsprozess des Kindes von größter Bedeutung und erwünscht ist. Wir betonen auch, dass die Eltern die Hauptbindungspersonen des Kindes bleiben, aber der Aufbau einer Beziehung des Kindes zur Erzieherin wünschenswert ist. Auf diese Weise können eventuelle Trennungsängste der Eltern gemildert werden.

In den ersten drei Tagen besuchen die Kinder mit einem Elternteil die Kita am Vormittag für ungefähr zwei Stunden. Besteht eine enge Bindung zu einer anderen Person, so kann auch diese die Rolle der Begleitperson übernehmen. Die wichtigste Aufgabe der Eltern in dieser Anfangsphase ist es, eine sichere Basis zu sein. Deshalb sollte es in dieser Phase zu keiner auch noch so kurzen Trennung kommen. Innerhalb der ersten Woche verlängert sich die Aufenthaltsdauer Stück für Stück.

Nach etwa drei Tagen verlässt die Bezugsperson für maximal eine halbe Stunde die Einrichtung. Sie bleibt jedoch in unmittelbarer Nähe der Kita. Ab der zweiten Woche können die Kinder ohne Eltern bleiben. Nach etwa vier Wochen bleibt das Kind ganztägig in der Kita.
Die Eingewöhnung des Kindes ist grundsätzlich dann abgeschlossen, wenn die Betreuerin vom Kind als "sichere Basis" akzeptiert wird. Dabei hat das Kind das Recht, gegen den Weggang der Eltern zu protestieren. Entscheidend ist, ob das Kind sich von der Erzieherin schnell beruhigen lässt, um sich dann interessiert neuen Angeboten zuzuwenden.
Abschließend bietet die Erzieherin den Eltern ein Gespräch an, in dem sie sich über bisherige Erfahrungen und ihre Sichtweisen austauschen können.
Da jedes Kind seine eigene Persönlichkeit besitzt und für seine individuelle Entwicklung seine eigene Zeit benötigt, kann die Eingewöhnung auch anders ablaufen, als gerade beschrieben wurde. Diese Form der Eingewöhnung soll Kindern und Eltern die Möglichkeit zum Kennenlernen der Erzieherinnen und Vertrautwerden mit der Einrichtung bieten.

Der Tagesablauf

Der Tagesablauf gestaltet sich folgendermaßen:
Zwischen 7.00 Uhr und 9.00 Uhr können die Kinder den Frühdienst beanspruchen. Ab 8.30 holen die jeweiligen Erzieherinnen oder Erzieher ihre Kinder ab, um in ihren eigenen Gruppenräumen zu frühstücken. Gegen 10.00 sollten alle Kinder anwesend sein. Zwischen 10.00 Uhr und 12.30 Uhr werden gezielte pädagogische Angebote gemacht oder es entwickeln sich spontane Aktivitäten, in die die Bedürfnisse und Interessen der Kinder einfließen. Gegen 12.30 ist gemeinsames Mittagessen, anschließend schlafen die Kinder oder sie ruhen sich aus. Den Nachmittag gestalten die Kinder, wobei sie im Winter Gesellschaftsspiele und Bastelarbeiten bevorzugen, im Sommer verlagern sich die Aktivitäten mehr ins Freie. Zwischen 15.00 und 16.00 Uhr werden die Kinder abgeholt.
 


Von 16.00 bis 17.00 Uhr wird zusätzlich ein Spätdienst für Eltern angeboten, die aus beruflichen Gründen nicht früher kommen können.

Körper und Bewegung

Bewegung ist für Kinder sehr wichtig, daher integrieren wir sie in unseren Kitaalltag und bieten unseren Kindern folgende Bewegungsangebote/Aktivitäten.

  • Wir gehen mit den Kindern raus, auch bei Wind und Wetter. Es ist deshalb wichtig, das die Kinder ihre Regenbekleidung in der Kita haben. Beim gemeinsamen Spaziergang lernen die Kinder ihr näheres Umfeld besser kennen und erkunden dabei ihre Umwelt. Draußen Spielen heißt auch, dass die Phantasie der Kinder angeregt wird, denn die Kinder entwickeln unterschiedliche Ideen im Umgang mit Regen. Pfützen etc. Durch regelmäßiges Rausgehen können Aggressionen abgebaut werden.
  • Wir gehen mit den Kindern Schwimmen, um ihnen Erfahrungen mit Wasser nahe zu brin-gen. Im Wasser lernen sie ihren Körper kennen und entwickeln ein eigenes Gefühl, um mit dem Körper im Wasser umzugehen. Wasser bietet die Möglichkeit, die Kinder von einer anderen Seite kennen zu lernen und zu erfahren, welche Ängste sie haben. Beim Bewegen im Wasser erleben die Kinder sich und andere Kinder, woraus ein Spaß für alle Beteiligten entsteht.
  • In unserer wöchentlichen Sportstunde wird dem Kind die Möglichkeit gegeben, verschie-dene Bewegungsabläufe kennen zu lernen: Hüpfen, Rollen, Springen, Laufen, Tanzen, Bewegungsspiele, Phantasiereisen. Die Kinder sollen gemeinsam mit den Ande-ren ihre eigenen körperlichen Fähigkeiten kennen lernen und in diesen gefördert werden. Die sozialen Kontakte der Kinder untereinander werden gefestigt, das Wir-Gefühl gestärkt.
  • Einmal wöchentlich findet musikalische Früherziehung mit unserer Musiklehrerin im Mehrzweckraum auf dem Pauli statt. Durch verschiedene Bewegungs- und Tanzspiele, Experimentieren mit Instrumenten wird das Rhythmusgefühl gestärkt und der Gleichgewichtssinn gefördert.

Die Kinderreise

Sofern es uns möglich ist, verreisen wir einmal im Jahr mit der Kindergruppe. Während der Kinderreise bekommen die Kinder weitere Erfahrungsmöglichkeiten mit anderen Menschen, losgelöst vom Elternhaus. Die Kinder lernen, sich in einer anderen Umgebung und Atmosphäre näher kennen und haben eine Menge Spaß mit den anderen Kindern und ihren Erzieherinnen. Dies unterstützt den Gruppenzusammenhalt und trägt zur Verbesserung der Gruppenstrukturen bei. Auf den Reisen erleben die Kinder oft die erste bewußte Auseinandersetzung mit der Natur.

Pädagogische Ziele

Im Laufe ihres Aufenthaltes im Kinderladen erlernen die Kinder unter anderem folgende praktische Fähigkeiten und werden von uns darin unterstützt und bestärkt:
  • Erkennen der eigenen Kleidungsstücke und sich selbständig anziehen
  • Spielsachen und Spielmaterial aufräumen
  • Mithilfe beim Tischdecken und Betten aufräumen
  • Erste Lernerfahrungen und Verhaltensweisen im Straßenverkehr
  • Selbständiger Umgang mit Eßgeschirr und Einschätzung des eigenen Appetites
  • Eigenständig Zähne putzen und sich waschen
  • Auf die Toilette gehen
  • Basteln, kneten, malen, tanzen, singen und kleine Turnübungen
  • Der Umgang mit Materialien wie Stiften, Scheren und Klebstoff
  • Miteinander spielen und toben

Die Auseinandersetzung mit sich und der Kindergruppe bietet den Kindern vielfältige, neue Erfahrungs- und Lernmöglichkeiten. So will der Kinderladen Hilfestellung geben beim Erlernen von praktischem und theoretischem Grundwissen, um den Kindern die Erweiterung ihrer Bewegungs- und Aktionsspielräume zu ermöglichen. Hierdurch gewinnt das Kind eine größere Selbständigkeit und erhält damit die Chance, sein Selbstbewußtsein und Selbstwertgefühl aufzubauen und zu stärken.


Der Umgang mit unterschiedlichen Materialien sowie die Entwicklung eigener Spielideen und Rollenspiele fördern sowohl die Kreativität als auch Phantasie und helfen mit, bei der Entdeckung der eigenen Fähigkeiten und Interessen.
Die Wahrnehmung der eigenen Persönlichkeit befähigt die Kinder zur Auseinandersetzung mit sich und ihrer Umwelt und kann dazu beitragen, die eigenen Grenzen und die Grenzen der anderen zu erkennen und zu tolerieren. Dadurch sind die Kinder eher in der Lage, eigene Wünsche zu fühlen und zu äußern.
Das Kennenlernen anderer Kulturen durch Sprache, Küche, Tanz, Musik und Feste gibt den Kindern Gelegenheit, den Umgang mit dem Fremdem zu erleben, die Andersartigkeit des Anderen zu erkennen und zu akzeptieren, und vermittelt somit Grundwerte des sozialen Handelns.
 
Komsu e.V.   Paul-Lincke-Ufer 12/13 10999 Berlin    Tel.: 030/22503041     komsu@web.de